Noch wird gebuddelt. Aber der „Platz der Deutschen Einheit“ in Oer-Erkenschwick ist bald fertig.
Viel Grün wird das Areal zwischen dem umgestalteten Haupteingang zum Matthias- Claudius-Zentrum (samt Café und Terrasse!) und der angrenzenden Wohnbebauung haben, dazu schattige Bänke, sogar Spiele-Tische. Ein perfekter Ort zum Entspannen für die Menschen im Quartier auf dem früheren Kirmesplatz. Der Einheitsplatz wird das Sahnehäubchen auf dem neuen Viertel im Herzen der Stadt.
Zuletzt entstanden dort Häuser mit 36 Wohnungen, auf dem modernsten Stand, mit grüner Fernwärme beheizt und Photovoltaik auf den Dächern. „Auch sie gingen weg wie warme Semmeln”, weiß Bürgermeister Carsten Wewers. „Wohnmöglichkeiten in City-Nähe sind begehrt. Genau diese Art von Wohnraum braucht unsere Stadt“. Der Vorteil: Alles Wesentliche ist in der Nähe, zu Fuß erreichbar. Geschäfte und der zentrale Busbahnhof am Berliner Platz, ein bereits sehr gut angenommenes Fachmarktzentrum (von Aldi bis DM), eine Schule und eine Kindertagesstätte, eine Polizei-Dienststelle, sogar ein Schlaflabor und ein OP-Zentrum.
Eine besondere Anlaufstelle ist auch das Matthias ClaudiusZentrum des Diakonischen Werks – für den Stadtteil weit mehr als “nur” ein Alten- und Pflegeheim. Es bietet jede Menge Fachberatung (von Schulden bis Sucht, Migration bis Integration) an und ist ein Treff für alle, samt Kulturcafé mit Lesungen, Jazz, Ausstellungen und Workshops.
Im Norden fertig
„Unsere Pläne für die Innenstadt-Entwicklung nördlich des Berliner Platzes sind mit dem Einheitsplatz erst einmal erfolgreich abgeschlossen“, sagt Wewers. Na ja, sieht man von einer Brachfläche am Ewaldkreisel ab. „Dafür wird noch ein Investor gesucht. Aber den finden wir sicher auch bald.” Die nächsten Aufgaben liegen südlich des Kreisverkehrs. Hier blockiert allerdings die Ruine des ehemaligen Klemm-Kaufhauses weitgehend den Fortschritt. Immerhin baut die Volksbank Oer-Erkenschwick an der Stimbergstraße ihre Filiale neu. In den oberen Stockwerken entstehen 29 energieeffiziente und barrierefreie Wohnungen für Familien und Singles.
Moderne Wohnungen sind inzwischen ein besonderes Markenzeichen von Oer-Erkenschwick. In den letzten Jahren sind rund 300 entstanden, schätzt der Bürgermeister. Die 32.000-Einwohner-Stadt war 100 Jahre lang vom Bergbau geprägt und hat sich längst auf den Weg zur attraktiven Wohn- und Freizeitstadt mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen gemacht. Die geographische Lage zwischen Freizeit und Erholung (Münsterland) sowie Großstadt und Trubel (Metropole Ruhrgebiet) ist ideal: Naturnah wohnen und trotzdem alles vor der Haustür.
Optimale Lage
Neben der Lage sind aber auch die günstige Infrastruktur, die zahlreichen Neubaugebiete und der bezahlbare Wohnraum „alles Pluspunkte, die immer mehr Menschen überzeugen, an den Stimberg zu ziehen“, freut sich der Bürgermeister. Beweis: die positive Bevölkerungsentwicklung. „Wir wissen, der Stadtumbau ist gerade für uns in Oer-Erkenschwick eine Riesenaufgabe. Wir haben ja keine gewachsene City, so mit Altstadt rund um einen Kirchturm“, erklärt Wewers. Vieles sei aber schon geschafft: „Wir hoffen, alle sehen, dass es sich lohnt, hier zu investieren.“