Zum Inhalt springen
Metalcore mit Haltung
Foto: André Chrost

Metalcore mit Haltung

Lesedauer: ca. 2 Min. | Text: Jennifer von Glahn

Sechs junge Musiker aus dem Sparkassen-Clubraum und ein Sound, der Druck macht. Das sind Dead in Paradise.

Dead in Paradise stehen für modernen Metalcore, der nicht nur laut sein will, sondern etwas transportiert“, sagt Shouter Tom Goyke. Die sechsköpfige Band aus dem Vest verbindet harte Riffs, aggressive Breakdowns und Shouts mit klaren Melodien, cleanen Refrains und elektronischen Einflüssen. „Das Ergebnis ist ein Sound, der sowohl kompromisslos als auchzugänglich bleibt selbst für Menschen, die mit Metalsonst wenig Berührung haben“, so Tom.

Zur Band gehören neben Tom auch Sören Prauschke, welcher die Band vor drei Jahren gegründet hat. Gerrit Strohschnieder, Hanno Riese, Felix Lehnigk und Leon Wickert kamen später dazu. Gefunden hat sich Dead in Paradise über Jahre hinweg in der regionalen Musikszene: über befreundete Bands, gemeinsame Proberäume und persönliche Verbindungen. Einige Mitglieder kannten sich bereits aus früheren Projekten. Shouter und Sänger Tom stieß vor zwei Jahren dazu. Seitdem arbeitet die Band in einer festen, klaren Struktur. Musikalisch bewegen sich Dead in Paradise im Modern Metalcore, denken das Genre aber weiter. „Neben wuchtigen Gitarren und energiegeladenen Drums setzen wir auf synthesizerbasierte Sounds, klare Hook lines und Refrains, die im Kopf bleiben“, erklärt Tom den Sound der Band.

Die Songs sind bewusst mal härter und direkter, mal softer und melodischer. Wichtig ist der Band, dass die Musik trotz aller Härte zugänglich bleibt, sowohl klanglich als auch emotional. Diese Klarheit zieht sich auch durch die Texte. Dead in Paradise greifen Themen auf, die sie selbst beschäftigen und viele Menschen im Alltag betreffen: Social Media, Handysucht, Leistungsdruck, Konflikte im Job oder in der Familie. In einem Song geht es etwa um einen Chef, der seine Macht missbraucht und Mitarbeitende terrorisiert. „Es geht um aufgestaute Emotionen, um Frust, Wut und das Bedürfnis, sich zu behaupten“, erzählt Tom. Die Texte entstehen immer gemeinschaftlich. „Wir wollen unterschiedliche Perspektiven einbringen“.

Über musikalische Grenzen

Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Band eine EP mit einer Handvoll neuen Songs, ergänzt durch Remixe und weitere Veröffentlichungen. Dead in Paradise schließen es nicht aus, musikalisch über Metal-Grenzen hinauszugehen und neue Wege zu testen. Dass die Band langfristig denkt, zeigt sich nicht nur im Songwriting, sondern auch in ihren Live-Konzepten. „Unsere Auftritte sind detailliert geplant, mit Lichtshows, Visuals, Choreografien und ungewöhnlichen Elementen, die das Publikum aktiv einbinden“, so Tom. Die Jungs von Dead in Paradise verfolgen ein klares Ziel: „Wir wollen Musik nicht nur als Hobby ma chen, sondern sie zum Hauptberuf machen“.

Am Ende fügt sich auch die Beteiligung am Sparkassen Clubraum in dieses Gesamtbild ein. Denn das Projekt der Sparkasse Vest bietet jungen Acts Raum für Entwicklung, Austausch und Sichtbarkeit und unterstützt Bands wie Dead in Paradise auf ihrem Weg, professioneller zu werden und ihre musikalische Vision konsequent weiterzuverfolgen. Am 1. Mai treten sie beim Finale des Sparkassen-Clubraums in Recklinghausen auf.

Artikel teilen:

Mehr aus Ihrem Vest: